Fördergerüste im Ruhrgebiet | Schachtanlagen | Zeche | Bergwerk | Schachtanlage | Grube | Pütt | Fördergerüst | Schachtgerüst | Steinkohle | Ruhrpott | Zechen | Schacht | Ruhrrevier | Revier | Kohle | Förderturm | Aufbereitung | Grube | Bergbau
Ein herzliches Glückauf,
allen Besuchern dieses Internetaufritts. Dieser versucht eine möglichst vollständige Übersicht über die umgangssprachlich "Zechen" oder "Pütt" genannten Bergwerke des rheinisch-westfälischen Steinkohlenreviers (Ruhrrevier, Ruhrgebiet, Kohlenpott, Ruhrpott oder auch einfach nur Pott genannten Region) zu geben.

Der überwiegende Teil der hier erwähnten Bergbauanlagen ist seit langer Zeit stillgelegt und abgebrochen worden. Über einen Großteil dieser Anlagen sind nur noch einige wenige historische Dokumente erhalten, die immer weiter in Vergessenheit geraten.
Zur Zeit gibt es noch vier fördernde Steinkohlenzechen im Ruhrgebiet, die aber bis zum Jahr 2018 auch die Förderung einstellen werden.
- Bergwerk Auguste Victoria - Stilllegung 2018
- Bergwerk Ost - Stilllegung zum 30.09.2010
- Bergwerk West - Stilllegung zum 31.12.2012
- Bergwerk Prosper-Haniel - Stilllegung 2018
Des Weiteren werden die beiden Steinkohlenbergwerke in den anderen Bergbauregionen die Förderung wie folgt einstellen:
- Bergwerk Saar - Stilllegung zum 30.06.2012
- Bergwerk Ibbenbüren - Stilllegung 2018

Von den über 4600 nachgewiesenen Schächten, die allein in den letzten einhundertfünfzig Jahren im Ruhrgebiet abgeteuft wurden, sind nur noch eine Handvoll für die heutige Steinkohlenförderung in Gebrauch.
Ich möchte hiermit nicht den Rückblick auf ein "Damals" verklären und damit eine nicht existierende und falsche Bergbauromatik heraufbeschwören. Unzählige Bergleute starben infolge von Unfällen, Grubenunglücken oder an den Folgen der Silikose, hervorgerufen durch die Arbeit der sie zum Broterwerb auszuüben gezwungen waren.
Vielmehr möchte ich einen kurzen Einblick in die technische und wirtschaftliche Entwicklung des Ruhrgebiets geben, dessen Entstehung nahezu unlösbar mit dem Steinkohlenbergbau verbunden ist.
Auch werde ich mich hier nicht für eine Fortsetzung der Steinkohleförderung in Deutschland einsetzen, dies überlasse ich den Lenkern und Denkern der Politik. Die primäre Auslegung meines Internetauftritts liegt ja auf dem "Damals"! Die Folgen einer Totalstilllegung, oder auch nur eines Sockelbergbaus und der damit verbundenen Abhängigkeit von der Importkohle wird für einen Jeden in naher Zukunft offensichtlich sein.
15.07.2010 Projekt zur Zeche Constantin der Große erweitert
Projekt Constantin der Große
Juli 2010 Hier noch ein Foto vom Montantrödelmarkt, bei dem sich mal wieder alles von Rang und Namen traf ;o)
Links: Wolfgang Schubert von www.Minister-Achenbach.de
Rechts: Peter Kitzow von www.Zechensuche.de
Leider war ich beruflich verhindert und konnte nicht ein einziges Schachtzeichen besuchen. Ich hätte gerne ein paar 180° Panoramen von einigen Bergehalden geschossen, aber die Arbeit geht ja leider vor... Naja, war eigentlich auch nicht so schlecht und "zutagefördern" konnte ich in der Zeit ja immerhin auch etwas.... Hat zwar absolut nix mit Bergbau zu tun, war aber dafür sehr lecker!
08.05.2010 Wir sehen uns auf dem Montantrödelmarkt am 13.05. auf der Kokerei Hansa.
07.05.2010 Übersicht für meine 3D-Modelle erstellt ->Link
04.05.2010 Das vorerst letzte 3D-Modell "Niederberg IV". Nun Mal wieder etwas mehr Websitepflege.
03.05.2010 Finales 3D-Modell des Paul Reusch Schachtes
01.05.2010 Planung der nächsten Fototour. Teilmodell von Osterfeld III - Paul Reusch erstellt.
Ältere Informationen finden Sie unter "Änderungen".
Ich möchte mich aber im besonderen bei Dipl.-Ing. Joachim Huske für die Erlaubnis aus seinem hervorragenden Buch "Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier" über den Steinkohlenbergbau in Nordrhein-Westfalen zitieren zu dürfen bedanken. Alle Textangaben zu den betreffenden Schachtanlagen stammen entweder aus diesem Werk, oder sind mit entsprechenden Quellenangabe (Symbol ->
) versehen.
Ein Grossteil der Einwohner der Region hat noch einen Bezug zu den montanen Wurzeln ihrer Familiengeschichte. Sei es über direkte Verwandtschaft oder nur über Bekanntschaft. Fast jeder kennt oder kannte noch jemanden der auf'm Pütt oder auf'er Hütte gearbeitet hat. Diese Zeiten gehen aber rasant dem Ende zu.
Bald wird sich kaum noch jemand erinnern können oder wollen, wie es im Ruhrgebiet einmal war...
Zahlen, Daten und Fakten:
Im Jahre 1922 beschäftigte der Ruhrbergbau ca. 540.000 Kumpel, in den Jahren des Wiederaufbaus 1953-58 immerhin noch ca. 400.000 Bergleute. Heute beläuft sich die Belegschaftsstärke des deutschen Steinkohlenbergbaus auf etwa 24.000 Mitarbeiter.
Dies entspricht dem Stand des Jahres 1860.
Die momentane jährliche Fördermenge an Steinkohle in Deutschland beträgt 17 Mio. t.
Dies entspricht dem Fördervolumen des Jahres 1870.
Die höchsten Fördermenge an der Ruhr mit 185.000.000 t/a, wurde in den Jahren 1935-43 erbracht.
Um diese, allein in den 9 Jahren der Aufrüstung und des Krieges im Ruhrgebiet abgebaute Kohle zu fördern, bräuchte der heutige gesamte Steinkohlenbergbau an Ruhr, der Saar und im Ibbenbürener Gebiet bei der momentanen Förderkapazität etwa 75 Jahre.
Die VR-China förderte im Jahr 2007 über 2.520.000.000 t
Die USA förderte in 2008 über 1.170.000.000 t
Die BRD förderte im Jahr 2008 etwa 17.100.000 t
Im Jahr 2008 wurden 2,378 Mrd. Euro an Subventionshilfen dem Bergbau bereitgestellt, die Hilfen für die Bundesbahn beliefen sich im gleichen Jahr auf 3,6 Mrd. Euro.
Mit freundlichem Glückauf und besten Grüßen vom Niederrhein
Achim Trommen
